SlumChangers
Illustrierte Karte von Nairobi mit dem Standort von Korogocho und einigen Sehenwürdigkeiten in Nairobi | KI generiert

Was ist Korogocho?

Korogocho ist eine sogenannte „informelle Siedlung“ (also ein Slum) im Osten Nairobis – mit geschätzten 150.000–200.000 Einwohnern. Die Fläche Korogochos beträgt aber nur 1,5 km². Also leben die Menschen dort auf engstem Raum unter schwierigsten Bedingungen.

Geschätzte 40% bis 60 % der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche. Der Mittelwert liegt aktuell bei etwa 40%. Die Nähe Korogochos zur Dandora-Mülldeponie (genannt: „Boma“) prägt sowohl die Einkommensstruktur als auch die erheblichen Gesundheitsrisiken der Bevölkerung.

Gesundheit, Müll und Mangelernährung

Laut lokalen Berichten arbeiten bis zu 60 % der Kinder direkt oder indirekt am Müllberg – oder suchen dort nach Essen. Es bestehen hohe Risiken durch Bleiexposition, also eine hohe Bleibelastung im Blut. Durch die offene Müllkippe Dandora leiden viele Slumbewohner unter Atemwegs-Erkrankungen. Durchfall und Tuberkulose sind weit verbreitet. Sieben bis neun Prozent der Bewohner Korogochos sind HIV positiv.

Kinder und Jugendliche unter 18
Quelle: korogocho.com (2025)
Unter 18 (35–45 %) Erwachsene
Geschlechterverteilung gesamt
Quelle: NUHDSS / Scientific Reports (2024)
Weiblich (~45 %) Männlich (~55 %)
Gesamtbevölkerung
150–200k
auf ~1,5 km²
Unter 18 (korogocho.com)
35–45 %
Mittelwert ~40 %
Weiblicher Anteil gesamt
~45 %
NUHDSS-Daten
Anteil Mädchen <18
~18–20 %
kombinierte Schätzung
Hinweis Datenlage: korogocho.com (2025) nennt explizit 35–45 % unter 18. Dies ist konservativer als frühere APHRC-Schätzungen (~52–55 %).
Mädchenanteil: Kombiniert man ~40 % unter 18 (korogocho.com) mit 45,3 % weiblichem Anteil (NUHDSS), ergibt sich ein Mädchenanteil von ca. 18–20 %.

Mangelernährung betrifft 25–35 % der Kinder. Sie leiden unter sogenanntem „Stunting“. Stunting bedeutet, dass ein Kind wegen langfristiger Mangelernährung oder häufiger Krankheiten zu klein für sein Alter bleibt. Dabei ist oft auch die körperliche und geistige Entwicklung verlangsamt.

  • Unsichere Einkommensquellen und geringe Ernährungs-Sicherheit
  • Hohe Kinderarmut und und eine hohe Schulabbruch-Rate (Familien können das Schulgeld nicht aufbringen)
  • Erhöhte Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Müllverbrennung und Schwermetalle in Dandora (dem offenen Müllplatz)
  • Hohe Arbeitslosigkeit (25–35 %) und >70 % informelle Beschäftigung, also Arbeit als Tagelöhner o.ä..
  • Überfüllte Schulen (es gibt nur zwei staatliche Grundschulen – in ganz Korogocho)

Die Seite korogocho.com

Mehr Informationen finden Sie innerhalb dieser Homepage. Ebenso in den Beschreibungen der Projekte, die wir unterstützen. Eine Seite, die sich ausschließlich mit dem Slum Korogocho befasst, ist korogocho.com. Diese Seite ist englisch und deutsch. Wir arbeiten mit den Verfassern dieser Seite eng zusammen.

Children and young people under 18
Source: korogocho.com (2025)
Under 18 (35–45 %) Adults
Gender distribution overall
Source: NUHDSS / Scientific Reports (2024)
Female (~45 %) Male (~55 %)
Total population
150–200k
on ~1.5 km²
Under 18 (korogocho.com)
35–45 %
Average ~40 %
Female share overall
~45 %
NUHDSS data
Share of girls <18
~18–20 %
combined estimate
Note on data: korogocho.com (2025) explicitly states 35–45 % under 18. This is more conservative than earlier APHRC estimates (~52–55 %).
Share of girls: Combining ~40 % under 18 (korogocho.com) with 45.3 % female share (NUHDSS) gives an estimated girls' share of approx. 18–20 %.

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